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Biografie einer Webseite

Die Entstehung von Mega.co.nz im Jahr 2013 wird oft
als einer der wichtigeren Momente der Internetgeschichte angesehen,
als ein dramatischer Wendepunkt sogar. Doch was soll an einer
Filesharing-Webseite mit einem Account so besonders sein, wenn es schon im selben Jahr Dropbox und Google Drive kostenlos gab?

Lesen Sie weiter und bilden Sie sich Ihre eigene Antwort.

Mega entstand nämlich als Antwort auf Megaupload.com, einer der größten Filesharing-Webseiten der Welt.
Megaupload.com und die damit verbundene Firma Mega Ltd wurden
nämlich am 20. Januar 2012 vom FBI wegen Urheberrechtsverletzung
verklagt und vom Netz genommen und dessen Gründer und CEO, Kim
Dotcom, geboren Kim Schmitz, verhaftet.

Und genau ein Jahr später kehrt Dotcom zurück und
erstellt eine nagelneue Webseite auf Basis des Originals. Aus dieser
Perspektive ist es wohl einfacher zu verstehen, wieso damals die
Entstehung Megas so ein großes Thema für das Internet und sämtliche
Medien war. Viele glaubten, dass das neue Mega seinem Vorfahren
folgen und ihn kaufen würde, doch dies ist nie
passiert.

Die Seite ist bis heute immer noch im Betrieb, jedoch unter einem anderen Namen und mit einigen Veränderungen. Schauen wir uns mal die Geschichte von Mega.co.nz an.

Das erste Jahr

Schon am ersten Tag seiner Entstehung bekam
Mega.co.nz 100.000 Anfragen für neue free Accounts, mehrere Hunderte
davon jede Minute.

Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es sich
hierbei um den Nachfolger einer Seite handelte, die einst eigenhändig
für 5 % der Internetaktivität auf der ganzen Welt verantwortlich
war.

Die ersten Wochen von Megas Entstehungsprozess waren
allerdings mühsam und von einigen Hürden geplagt. So konnten die
Server der Seite nicht rechtzeitig für den immensen Strom an Nutzern
vorbereitet werden und versagten oft. Sogar an „guten Tagen“
waren Downloads und Uploads nur schwer und langsam durchzuführen.

Schnell stieg trotz Alledem die Popularität von
Mega.co.nz rapide an und die Seite befand sich nach nur einer Woche
in den Top 100 der meistbesuchten Webseiten. Umso dramatischer ist
es, dass nur einen Monat später Mega um einige tausende Plätze
sank.